Griechenland fällt im World Happiness Report weiter zurück

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Jährlich veröffentlicht das UN Sustainable Development Solutions Network den World Happiness Report, in dem die Lebenszufriedenheit von Menschen in über 140 Ländern gemessen wird. Dieses Jahr ist Griechenland um 17 Plätze gefallen und belegt nun Rang 81. Deutschland ist zum Vergleich auf Platz 21 gelandet und Zypern ist mit Platz 67 etwas besser als Griechenland. Die Ergebnisse basieren auf Umfragen, die Faktoren wie Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, soziale Unterstützung, Lebenserwartung, Freiheit, Großzügigkeit und Korruptionswahrnehmung bewerten.

Warum sind Griechen unzufriedener?

Der aktuelle World Happiness Report zeigt, dass Griechenland weiterhin an Zufriedenheit verliert. Mit einem Rang 81 von über 140 Ländern ist das Land im Vergleich zum Vorjahr um 17 Plätze abgestürzt. Noch vor wenigen Jahren, 2016, hatte Griechenland eine positive Entwicklung, doch seitdem geht es abwärts. Besonders besorgniserregend ist der deutliche Rückgang seit 2012, als Griechenland seinen bisher größten Fall in der Rangliste verzeichnete. Laut Experten hängt Glück nicht nur vom wirtschaftlichen Wohlstand ab, sondern auch von Vertrauen, sozialer Unterstützung und Sicherheit. Familien mit vier bis fünf Mitgliedern zeigen laut Bericht höhere Zufriedenheit, insbesondere in Ländern wie Mexiko und Europa. Zusätzlich zeigen die neuen Altersgruppenanalysen, dass jüngere Generationen in Griechenland weniger zufrieden sind als die älteren.

Welche 10 Länder sind am glücklichsten?

  1. Finnland
  2. Dänemark
  3. Island
  4. Schweden
  5. Niederlande
  6. Costa Rica
  7. Norwegen
  8. Israel
  9. Luxemburg
  10. Mexiko

Besonders auffällig: Costa Rica (Platz 6) und Mexiko (Platz 10) sind erstmals in den Top 10. Der Bericht zeigt, dass Glück nicht nur vom finanziellen Wohlstand abhängt, sondern auch von einem starken sozialen Zusammenhalt. Hier kannst du dir die gesamte Liste ansehen.

Welche Faktoren beeinflussen das Ranking?

Die Bewertung des Glücks basiert auf verschiedenen Faktoren, die die Lebensqualität beeinflussen. Die wichtigsten Daten für Griechenland aus dem aktuellen Bericht:

  • Soziale Unterstützung: 77. Platz – 81 % der Befragten gaben an, Unterstützung im sozialen Umfeld zu haben (Erklärung: 24,9 % Einfluss auf das Glücksgefühl).
  • Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 39. Platz – Das durchschnittliche BIP pro Kopf beträgt 37.794 US-Dollar, was 27,8 % der Gesamtbewertung erklärt.
  • Gesunde Lebenserwartung: Kein Ranking vorhanden, trägt aber mit 12,6 % zur Bewertung bei.
  • Freiheit: 136. Platz – Nur 53 % der Befragten fühlen sich frei in ihren Entscheidungen (Erklärung: 6,9 % Einfluss).
  • Großzügigkeit: 132. Platz – Nur 10,7 % der Menschen gaben an, gespendet oder geholfen zu haben, was fast keinen Einfluss auf das Glück hat.
  • Korruptionswahrnehmung: 113. Platz – 85,9 % der Befragten nehmen Korruption als Problem wahr, was sich negativ auf das Vertrauen in die Gesellschaft auswirkt.

Der Trend zeigt eine anhaltende Abwärtsbewegung

Seit 2005 zeigt sich in Griechenland eine deutliche Veränderung der Lebenszufriedenheit. Während es zwischendurch immer wieder kleine Aufwärtsbewegungen gab, bleibt der Gesamttrend negativ. Die positive Emotionen unter der Bevölkerung haben seitdem stark geschwankt, während negative Emotionen auf einem konstant hohen Niveau geblieben sind.

Besonders auffällig ist auch der Rückgang des Freiheitsgefühls. Griechenland liegt in dieser Kategorie auf einem der letzten Plätze weltweit, was auf Unsicherheiten in Wirtschaft und Politik hindeutet. Viele Bürger haben das Gefühl, dass sie in ihrem Alltag nur wenig Mitspracherecht haben.

Ein Vergleich mit anderen Ländern

Während Griechenland weiter abrutscht, zeigen andere Länder, dass Glück nicht nur vom Wohlstand abhängt. Costa Rica und Mexiko sind neu in den Top 10 und belegen, dass soziale Bindungen und Lebensstil eine große Rolle spielen. Deutschland rangiert aktuell auf Platz 22, während skandinavische Länder wie Finnland (1.), Dänemark (2.) und Island (3.) weiterhin die Spitze dominieren.

Der Bericht zeigt, dass Länder mit starken sozialen Strukturen, Vertrauen in die Regierung und einem ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl tendenziell glücklicher sind. Griechenland hat großes Potenzial, sich in diesen Bereichen zu verbessern, indem es das Vertrauen der Bürger in die Gesellschaft stärkt und soziale Unterstützung fördert.

Persönliche Einschätzung: Warum Griechenland für mich glücklicher wirkt als es im Ranking erscheint

Ehrlich gesagt, fällt es mir schwer nachzuvollziehen, dass Griechenland im World Happiness Report so weit unten rangiert. Wann immer ich in Griechenland bin, empfinde ich das Leben dort als deutlich entspannter und glücklicher als beispielsweise in Deutschland. Die Menschen wirken offener, das Wetter ist meist angenehmer, das Essen besser und die Atmosphäre einfach lebensfroher.

Allerdings muss ich mir auch eingestehen, dass mein persönliches Empfinden stark davon geprägt ist, dass ich Griechenland als Besucher erlebe. Man kommt in den Genuss der mediterranen Leichtigkeit, sitzt am Meer, genießt gutes Essen und freundliche Begegnungen – aber das ist eben nur ein Ausschnitt des Lebens dort. Wer in Griechenland dauerhaft lebt und arbeitet, hat es mit ganz anderen Herausforderungen zu tun: Bürokratie, wirtschaftliche Unsicherheiten, niedrige Löhne und ein oft mangelndes Vertrauen in staatliche Institutionen.

Das erklärt vermutlich, warum viele Griechen ihre Lebenszufriedenheit anders bewerten als ich es aus meiner Perspektive tun würde. Glück ist eben nicht nur eine Frage des Ortes, sondern auch der Umstände, unter denen man dort lebt.

Den vollständigen Bericht mit allen Daten findest du hier:

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