Martaki – das Armband aus Griechenland zum Frühling

Was ist ein Martaki, Martaki-Armband, Marti-Marmband?

Das Armband zum Frühlingsanfang aus Griechenland.

Das „Marti-Armband“ oder einfach „Martaki“ ist ein alter griechischer Brauch zum Frühlingsanfang. Dieser stammt vermutlich bereits aus den Traditionen des antiken Griechenlands. Es ist auch auf dem gesamten Balkan bekannt.

Der Name kommt vom griechischen Wort für den Monat März „Martios“. Ab dem 1. März tragen traditionellerweise Kinder (heutzutage aber auch Frauen) dieses Armband aus weißem und roten Faden.

Marktaki Armbänder Griechenland Auge handgemacht
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Welche Bedeutung hat das Martaki-Armband

Wichtig: In vielen Regionen gelten andere Bräuche um das Martaki. Daher findest du hier auch verschiedene Auslegungen der Bedeutung und der Nutzung. Weiß symbolisiert die Reinheit. Die rote Farbe steht für Leidenschaft und Leben. Martakia sollen die Kinder symbolisch vor der (schon oft) starken Märzsonne in Griechenland schützen. In manchen Gegenden wird das Martaki wie ein Ring an der großen Zehe getragen, um zu verhindern, dass der Träger stolpert.

Martaki Armband rot weiß Arm Frau
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Wie lang trägt man ein Martaki? Was passiert dann?

In manchen Gegenden Griechenlands wurde der Faden über Nacht an die Zweige eines Rosenstrauchs gehängt, um ihn zum Blühen zu bringen, während er in anderen Gegenden um Krüge gelegt wurde, um das Wasser vor der Sonne zu schützen und es kalt zu halten.

In anderen Gegenden wurde es getragen, bis die ersten Schwalben auftauchten. Dann wurde es auf den Rosensträuchern liegen gelassen, damit die Vögel ihre Nester bauen konnten.

An anderen Orten wurde es in den Feuern verbrannt, die für die Verbrennung von Judas angezündet wurden (Osterfeuer).

Wie ist der Martaki-Brauch in anderen Ländern des Balkans?

Bulgarien

Nach jahrhundertealten Traditionen und Bräuchen tragen die Bulgaren am ersten Tag des Monats März an ihren Revers Ornamente aus weißen und roten Fäden, die „martenitsa„.

In einigen Teilen Bulgariens legen die Menschen ein Stück rotes Tuch vor ihre Häuser, um zu verhindern, dass „Oma Marta“ (Baba Marta, auf Bulgarisch), die weibliche Personifikation des Monats März, sie verbrennt.

In der Vorstellung der Bulgaren dient die Marthenitsa als Amulett, und es ist üblich, sie als Geschenk zwischen Familienmitgliedern zu überreichen, verbunden mit Wünschen für Gesundheit und Wohlstand.

Rumänien

Das weiß-rote Ornament des 1. März trägt den Namen „Martizor“ auf Rumänisch. Der rote Faden symbolisiert die Liebe zur Schönheit und der weiße die Reinheit des Schneeglöckchens, das im März blüht und eng mit verschiedenen rumänischen Bräuchen und Traditionen verbunden ist.

Wo kann man ein (handgemachtes) Martaki Armband bestellen?

Titelbild: ©[Athina Psoma] via Canva.com

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