Traditionen und Bräuche beim orthodoxen Epiphaniasfest

Maggas at English Wikipedia, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Traditionen und Bräuche beim orthodoxen Epiphaniasfest

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Die Epiphanie ist ein großes jährliches christliches Fest der Taufe Jesu im Jordan von Johannes dem Täufer. Es wird am 6. Januar gefeiert und ist das dritte und letzte Fest des Advent (Weihnachtsfeste). Das Fest der Epiphanie wird auch als Erscheinung, Licht oder Fest der Lichter bezeichnet. An diesem Fest feiern: Fotis, Fotini, Iordanis, Ourania, Peristera, Theofania, Theofanis, Theopoula, Theopi usw. Alle Namenstage kann man hier finden.

Der Name: Epiphania vs. Theophania

Der Name Epiphanias (ἐπιφάνεια) stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Erscheinung“. Der Name leitet sich von der Offenbarung der drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit ab, die laut drei relevanten Evangelien stattgefunden hat. Das Fest wird in der evangelischen Kirche als „Fest der Erscheinung des Herrn: Epiphanias“ bezeichnet. In manchen Teilen der Christenheit, insbesondere in den orthodoxen Kirchen, wird das Fest auch als Theophania (θεοφάνεια) bezeichnet, was aus dem Griechischen „Erscheinen Gottes“ bedeutet.

Dieses Wandgemälde im Inneren der Kirche Johannes des Täufers am Jordan stellt die Taufe Jesu durch die Hand des Johannes dar. David Bjorgen, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Das Fest der Erscheinung des Herrn ist das älteste im Kalender festgeschriebene Fest der Kirche und wurde schon um 300 n. Chr. im Osten gefeiert. Es war ursprünglich als Gedenktag für die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland an der Krippe Jesu in Bethlehem gedacht. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Fest jedoch zu einem wichtigen Fest entwickelt.

In der orthodoxen Kirche wird das Epiphaniasfest mit speziellen Gottesdiensten und traditionellen Bräuchen gefeiert. Dazu gehören unter anderem das Segnen von Wasser und das Bereiten von speziellen Speisen wie dem „Epiphaniekuchen“, der mit einem Kreuz aus Weinblättern geschmückt ist.

Wie wird das Ritual des Epiphaniasfest in Griechenland gefeiert?

Am 6. Januar werden die Gewässer geweiht. Dazu taucht der örtliche Pope ein an einem Band befestigtes Kreuz dreimal ins Wasser. Nach jedem Eintauchen des Kreuzes lässt er eine weiße Taube frei, die die Erscheinung des Heiligen Geistes symbolisiert. Anschließend springen Freiwillige in die kalten Fluten und holen das Kreuz wieder heraus. Eins der größten Feste wird im Hafen von Piräus gefeiert und wird von wichtigen Politikern und Vertretern des Militärs besucht.

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Der Finder des Kreuzes soll Segen und Glück für das ganze Jahr zu erhalten.

In einigen Teilen Griechenlands findet nach dem Fest der Erscheinung des Herrn, das auch als Epiphanias bezeichnet wird, eine Prozession statt, bei der der Finder des Kreuzes von Tür zu Tür geht und das Kreuz präsentiert. Dafür erhält er Bewunderung und manchmal auch kleine Geschenke oder Geld, das dann für soziale Zwecke verwendet wird.

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